Das sind und machen wir
Definition
In·i·ti·a·ti·ve
/Initiatíve/
Substantiv, feminin [die]
1a. erster tätiger Anstoß zu einer Handlung; erster Schritt bei einem bestimmten Handeln
1b. [ohne Plural] Entschlusskraft; Unternehmungsgeist
Zurückgelassener Müll auf Feldern oder Wald gefährdet nicht nur Hunde und Katzen sondern auch Wildtiere. Besonders Wildtiere können sich nicht eigenständig befreien und ersticken, verdursten oder verhungern - oder werden selbst leichte Beute für andere Tiere.
Plastikschnüre können Vögeln gefährlich werden - diese wickeln sich um ihre Beine.
Plastiktüten (Verpackungen etc.) werden von Vögeln zum Nestbau genutzt - bei Regen kann das Wasser nicht ablaufen und somit ertrinkt die Brut.
Offene Getränkedosen verführen Igel, Füchse und Mäuse, ihre Schnauze hinzustecken - es entstehen tiefe Schnittverletzungen oder die Dose bleibt auf der Schnauze - somit verhungern diese Tiere.
Taschentücher verroten aufgrund des Plastikanteils nicht mehr oder nur noch sehr langsam - früher war es eine Katastrophe ein Taschentuch in der Waschmaschine zu waschen. Heute? Heute kommt es als ganze Taschentuch wieder zum Vorschein.
Mit jeder weggeworfenen Zigarette landet eine kleine Dosis gift in der Umwelt (je Kippe durchschnittlich 2 - 6 mg Nikotin - laut EU sind bereits 0,5 mg Tabakabfall gefährlich!). Es reicht bereits ein Regenschauer um diese Gifte auszuschwemmen.
Wildtiere ziehen sich zum Sterben zurück - so sieht kein Mensch die Tiere wenn sie verendet sind.
Eine weitere Gefahr, die Müll mit sich bringt, ist das "Sickerwasser". Schadstoffe lösen sich durch Regen und gelangen so in den Boden und somit in unser Grundwasser.
Mülldeponien verfügen über ein komplexes Auffangsystem für Giftwasser.
Jedes Handeln zählt!
Eine Plastikflasche oder Getränkedose aufheben und ab damit in den nächsten Mülleimer, ein Taschentuch aufheben und und und...
Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
- Charles Darwin
Artikel "Nußlocher Rathaus Rundschau" (10.5.2019)
Nußloch räumt auf!
Ein voller Erfolg war die erste GEmarkungsputzaktion am Samstag. Deutlich mehr Freiwillige als erwartet sind der Initiative um Jule Schröder gefolgt und haben sich bei miserablem Wetter am Feierwehrhaus eingefunden.
Die 50 Helfershirts, gesponsert von der Gebäudereinigung Ralph Bender, haben definitiv nicht ausgereicht.
Die große Hilfsbereitschaft zeigt, dass man auch mit dieser Aktion einen Nerv getroffe hat. Vor allem um bewusst zu machen, wie unachtsam und rücksichtslos manche Menschen mit Müll und Umwelt umgehen. Alleine über 40 Wodka-Flaschen wurden im Bereich des Kleintierzuchtvereins aufgesammelt. Aber auch jede Menge Zigarettenkippen und viel Plastikmüll konnten die Helfer aufsammeln.
Vom Müll befreit wurden das Brunnenfeld, samt Waldsportplatz udn Parklaptz "Bohleneck", das Gelände rund um den Kleintierzuchtverein sowie unter der Materialseilbahn entlang der Bismarckstraße, am Bouleplatz und der Wald oberhalb des Neubaugebiets "Beim Seidenweg".
Bürgermeister Joachim Förster war tatkräftig mit von der Partie udn half ebenfalls über zwei Stunden beim Müllsammeln. Ein großer Dank geht aber vor allem an die Jugendfeuerwehr, die mit über 30 Kindern an der Aktion teilgenommen hat.
Vielen Dank auch an die MSB-Freunde, das Apfelbäumchen und den Kindergarten St. Josef, die ebenfalls Kinder zum Putzen mitgebraucht haben. Vielen Dank nochmal an alle freiwilligen Helfer, an alle Kuchenspender, an die Firma Stapf und die durstigen Amigos für die Getränke sowie Hendrik Schröder Fotodesign, der alles in Bild festgehalten hat!
Eine Super-Aktion, die schon bald wiederholt werden soll.
Artikel Rhein Neckar Zeitung (6.5.19)
Die Helfershirts reichten nicht aus
Zum ersten Gemarkungsputz erschinen mehr Freiwillige als erwartet - bisher räumte der Bauhof auf
Ein Standventilatr, Teile eines Zauns, Glasflaschen und jede Menge Zigarettenkippen: Die Ausbeite der ersten Gemarkungsputzaktion in Nußloch war beachtlich. Am Samstagvormittag kamen 20 bis zum Rand gefüllte Müllsäcke zusammen. Neben Unmengen achtlos weggeworfener Zigarettenkippen fanden die rund 80 Helfer aber auch einen Geldbeutel mit Personalausweis.
Von Müll befreit wurden das Brunnenfeld samt dem Waldsportplatz, das Gelände rund um den Kleintierzuchtverein und entlang der Bismarckstraße sowie am Wald oberhalb des Neubaugebiets "Beim Seidenweg". Mit der Aktion wollte man aber nicht nur den Ort sauber machen, vielmehr wollte man auch zeigen, wie unachtsam und rücksichtslos manche Menschen mit Müll und Umwelt umgehen.
Das Wetter war allerdings alles andere als gut, es nieselte bei etwa fünf Grad. "Petrus, man muss mit dir noch einige Worte reden", sate Jule Schröder, die Initiatorin der Aktion, mit einem Augenzwinkern. Das schlechte Wetter hielt die freiwilligen Helfer aber nicht davon ab, zu erscheinen und kräftig anzupacken.
50 gelbe "Nußloch räumt auf"-Shirts hatte man besorgt - zu wenig, wie sich herausstellte. Um die 80 Freiwillige warem dem Aufruf gefolgt, darunter die Jugendfeuerwehr mit rund 25 Kindern. Auch Bürgermeister Joachim Förster packte mit an.
Warum es erst jetzt die erste öffentliche Putzaktion gab, erklärte der Rathauschef so: "Die Gemeinde wolllte die Bürger erst einmal außen vorlassen." Bisher wurde der Ort von einem Bauhofmitarbeiter von Müll befreit, zudem fährt man regelmäßig mit dem Müllfahrzeug durch die Straßen. Bei der ersten Fahrt mit dem Müllfahrzeug seien zehn Tonnen Müll zusammengekommen, erzählte Förster. Als Jule Schröder mit der Idee der Gemarkungsputzaktion dann auf Förster zukam, fand er die Idee klasse. Man setzte sie in die Tat um.
Für die Helfer gab es am Samstag neben den T-Shirts auch Handschuhe, Müllsäcke und einige Eimer stellte die Gemeinde zur Verfügung. Die Helfer brachten ansonsten ihre Sachen selbst mit. In drei Gruppen aufgeteilt, ging es los. Treffpunkt war am Feuerwehrhaus, von dort aus ging es mit dem Feuerwehrfahrzeug und dem neuen Bürgerbus zu den jeweiligen Stellen.
Wer zunächst noch gefroren hatte, dem wurde es beim Aufräumen schnell warm. Ein Glühwein danach im Feuerwehrhaus tat ein Übriges. Die Aktion soll es fortan in Nußloch mehrmals im Jahr geben.